Russland schuf drei Starlink-Analoga: Details zu den Terminals von „Rasswet“

Russland hat drei neue Satellitenkommunikations-Terminals entwickelt, die Starlink ähneln

Das russische Unternehmen „Büro 1440“ hat seine eigene Reihe von Terminals für das Satellitensystem „Rasswet“ vorgestellt, die als Alternative zum amerikanischen Starlink positioniert werden. Das Unternehmen kündigte drei Modelle an: 1440.ULTRA, 1440.ERDE und 1440.MINI, die jeweils für bestimmte Aufgaben vorgesehen sind.

Details zu den neuen Terminals

Das leistungsstärkste Modell ist 1440.ULTRA. Dieses Seriengerät ist auf maximale Leistung und eine Datenübertragungsrate von bis zu 700 Mbit/s ausgelegt. Nach seinen Eigenschaften und Abmessungen entspricht es dem Standardterminal Starlink Standard. „Büro 1440“ plant, es zur Bereitstellung von Satellitenkommunikation für Industrieunternehmen, abgelegene Gebiete, Objekte kritischer Infrastruktur und Technik einzusetzen.

Das Terminal 1440.ERDE wurde speziell für den Schienenverkehr entwickelt. Es soll einen stabilen Betrieb des Dienstes auf rollendem Material selbst bei Geschwindigkeiten von bis zu 400 km/h gewährleisten. Von den Eigenschaften her entspricht dieses Terminal dem Modell Starlink Performance.

Das kleinste Modell ist 1440.MINI. Das Unternehmen gibt eine Ziel-Datenrate von rund 100 Mbit/s an, was es für den Anschluss einer kleinen Zahl von Nutzern geeignet macht. Außerdem kann es als tragbares Kommunikationsmittel für Rettungstrupps, Einsatzkräfte und in anderen mobilen Szenarien verwendet werden. Laut Angaben aus den Quellen existiert 1440.MINI derzeit jedoch nur als Konzept, obwohl es in seiner Konzeption Starlink Mini entspricht.

Potenzielle Nutzung und Risiken

Die Veröffentlichung „Militarnyj“ vermutet, dass Terminals mit ähnlichen Eigenschaften künftig auf russischen Angriffsdrohnen installiert werden könnten, um Angriffe auf die Ukraine zu unterstützen.

Gleichzeitig berichtet „Büro 1440“ über die aktive Entwicklung des eigenen Satellitennetzes. Im März 2026 brachte das Unternehmen die ersten 16 Satelliten in die Umlaufbahn, im Juli folgten weitere 16. Das System nutzt die 5G-NTN-Technologie für die Kommunikation zwischen Satelliten und Bodenterminals sowie Laserkommunikation für die Datenübertragung zwischen den Satelliten. Während der Tests erreichte die Datenübertragungsrate zwischen Raumfahrzeugen in einer Entfernung von bis zu 1000 km 10 Gbit/s.

Reaktion der Ukraine und Prognosen

Ukrainische Fachleute äußern sich besorgt über die Entwicklung eines russischen Starlink-Äquivalents. Der Kommandeur der 429. separaten Brigade unbemannter Systeme „Achilles“, Jurij Fedorenko, prognostiziert, dass Russland früher oder später mit seinem System Erfolg haben wird, und ruft dazu auf, sich auf Gegenmaßnahmen gegen feindliche Satellitenkommunikation vorzubereiten.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen hat die Ukraine die USA gebeten, Sanktionen gegen russische Organisationen zu verhängen, die an der Schaffung des Satellitensystems „Rasswet“ beteiligt sind. Der Geschäftsträger der Ukraine in den USA, Denys Senik, erklärte, dass Russland das Satellitennetz „Rasswet“ aktiv ausbaut, um das System bereits 2027 in Betrieb zu nehmen. Dies stelle seinen Angaben zufolge erhebliche Risiken für die Ukraine dar, insbesondere die potenzielle Nutzung des Systems zur Echtzeit-Zielsteuerung von Raketen und Drohnen.

Roman Spas

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